Internationale Ismakogie-Tage in Fulda vom 10. – 13. Mai 2018

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„Auf ein schönes, interessantes Ismakogie-Wochenende“ prosteten wir „Ismakogie-TrainerFrischlinge“ (Gaby *2, Ricki und ich) uns zu, als wir am Donnerstag im ICE von Wien Richtung Fulda düsten. Mit streckenweise mehr als 250 km/h kamen wir unserem Ziel rasch näher. Obwohl die Fahrt 6 Stunden dauerte, war sie für uns kurzweilig; wir hatten viel Spaß bei einem Worttüftel-Spiel und endlich ausreichend Zeit, gemeinsam Pläne für zukünftige Ismakogie-Aktivitäten zu schmieden.

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Als wir in Fulda das Bahnhofsareal verließen, liefen wir Sigi und Maria in die Arme, die das Ende eines Regengusses in einem gemütlichen Lokal abgewartet hatten. Das ungeplante Empfangskomitee geleitete uns fröhlich ins Hotel „Wiesenmühle“, wo wir in „urigen“ Zimmern mit in die Deckenkonstruktion integrierten Holzbalken untergebracht wurden. Der Name „Wiesenmühle“ wird übrigens nach wie vor zurecht geführt, denn seit 1990 klappert dort Europas größtes Mühlrad (6,5 m breit, 6,9 m Durchmesser) wieder und versorgt Hotel und Brauhaus mit Strom.

Beim gemeinsamen Abendessen wurden wir herzlich von den Trainerkolleginnen aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien empfangen. Unsere Namen hatte die Finanzreferentin des deutschen Verbandes sogar auswendig parat. Sie hatte ja unsere Namenskärtchen angefertigt und war schon neugierig auf die „neuen“ Gesichter.

073Die Workshops zum Thema „Die Stimme und der Stimmapparat“ fanden von Freitag bis Sonntag jeweils am Vormittag im Seminarraum eines Nebengebäudes, „dem Schafstall“ statt. Von diesem Häuschen aus hatte man sowohl Blick zum Mühlrad als auch in die freie Natur. Es gab ausreichend Getränke und Snacks – ein Ambiente zum Wohlfühlen.

 

 

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Angela und Christiane waren sehr gut vorbereitet. Sie gaben wissenschaftliche Erkenntnisse über die Physiologie und Psychologie der Stimme an uns weiter und untermauerten diese mit einprägsamen Übungen. Auch die „Diaphragmenkette“ und „der muskuläre Atmungsablauf“ wurden anschaulich behandelt. Am eindrucksvollsten war das gemeinsame „Blubbern“ mit einem halb gefüllten Wasserglas und einem dicken Schlauchstück als Hilfsmittel.

Die Zeit verging wie im Nu – auch außerhalb der Seminarzeiten. Am Freitag Nachmittag, während die Ismakogie-Vorstände der einzelnen Staaten tagten, flanierten wir durch das nette Städtchen und nutzten die verlockenden Geschäfte zum Erwerb netter Mitbringsel und zum Aufstocken unserer Sommergarderobe. Einige nutzten die Gelegenheit, an einer Führung durch das „Brauhaus Wiesenmühle“ teilzunehmen. Am Abend gesellte sich dann auch Fiona zu uns, die aus beruflichen Gründen einen Tag später angereist war.

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„Medicus & Co: Mönche, Bader, Wunderheiler“ war das Motto der Führung, Der Hexenturm erinnert als Mahnmal an die Hexenverfolgungen des 17 Jahrhunderts.an der wir am Samstag nach dem Besuch der „Orgel-Matinee“ im Dom St. Salvator, dem Wahrzeichen der Stadt, teilnahmen. Fulda war Sitz des Klosters Fulda und ist eine Hochschul-, Barock- und Bischofsstadt. Die zahlreichen gut erhaltenen Fachwerkhäuser mit ihren Zunftzeichen und die schönen Blumenarrangements begeisterten uns. Der Hexenturm erinnert als Mahnmal an die Hexenverfolgungen des 17 Jahrhunderts.

 

 

051Den letzten Abend genossen wir im „Restaurant Mühlenstube“, das an das Brauhaus anschließt. Wir speisten im rustikal-gemütlichen Ambiente mit der Live-Musik der „Oldies Night“ im Hintergrund. Mit vielen schönen Eindrücken bereichert traten wir Sonntag Mittag die Heimreise an und ließen das Wochenende nochmal Revue passieren. Unter den 22 Tagungsteilnehmerinnen hatten wir viele neue Freundinnen gewonnen. Rias Angebot, mit ihrem Kombi all unsere Koffer zum Bahnhof nach Fulda zu bringen, nahmen wir gerne an; eine wirklich nette Geste.

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Für sieben der neun österreichischen Tagungsteilnehmerinnen verlief die Heimreise vollkommen problemlos, zwei jedoch wurden von der Deutschen Bahn in die Irre geleitet und hatten einige Hürden zu überwinden. Ihr dennoch humorvolles Resümee in der WhatsAppGruppe „Fulda“ : „Die Fahrt war lang, die Nacht war kurz – schön war’s mit Euch!